Paris: Insider Tipps

Wer schon mal in Paris war, wird wissen wovon ich hier gleich schreibe – aber für alle anderen ist es bestimmt interessant und auch teilweise lustig. Wir waren letzte Woche zur Fashion Week in Paris und obwohl ich schon etliche Male in dieser wunderschönen Stadt war, fallen mir immer wieder ein paar Dinge auf, die man nicht unbedingt in jedem Reiseführer findet. Also dachte ich mir schreibe ich mal alles auf und teile mein Insider Wissen mit euch:

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1. Paris hat ein riesiges, sehr gut vernetztes Metro-System. Fast an jeder Haltestelle kann man in andere Linien umsteigen und man kann dadurch jeden Punkt in Paris innerhalb von höchstens 30 Minuten erreichen. Was ist das erste was Dir Deine Oma rät wenn Sie erfährt, dass Du in Paris mit der Métro fahren wirst? „Pass bloß auf deine Wertsachen auf!“ – Ja, es ist immer gut wenn man auf seine Wertsachen aufpasst. Aber je mehr man sich drauf versteift und auf seine Sachen aufpasst, umso stärker macht man auch auf sich aufmerksam. Nimm einfach eine gut verschließbare Tasche, halt sie fest und gut ist. Mir ist bis jetzt noch nichts geklaut worden und ich habe auch noch keine Überfälle miterlebt. Manche Pariser stellen ihre Taschen sogar auf den Boden während der Fahrt – ist ja auch wirklich auffällig wenn sich dann einer nach deiner Tasche bückt.

2. Wir bleiben beim Thema Métro. Momentan kostet ein Einzelticket für die Métro glaub ich 1,70€. Damit kann man 2 Stunden lang hin- und herfahren und es ist gültig solange man das Métrosystem nicht verlässt. Ja, es gibt auch Tagestickets, aber meiner Meinung nach lohnt sich das mit ungefähr 12€ nicht. Kauft euch für 14,10€ ein Carnet, das sind 10 Einzeltickets die auch je 2 Stunden gültig sind. Klar will man in Paris möglichst viel sehen und viele Ecken erkunden – dafür braucht man aber nicht zwingend die Métro und wenn man erstmal dabei ist die Stadt zu erkunden, dann erreicht man viele Plätze auch wirklich gut zu Fuß. Wir haben im Durchschnitt 3 Einzeltickets pro Tag gebraucht. Übrigens gibt es an jeder Station die Möglichkeit Tickets zu kaufen. Kauft ihr am Schalter sagt ihr: “ Ähn Karnä ßi wuh pläh“. Kauft ihr am Automaten heißt das auch Carnet. Aber kleiner Tipp:  Drückt bloß nicht die Sprachauswahl „deutsch“ – dann bekommt ihr euer Restgeld in 5 cent Stücken – wählt man „englisch“ gibt es normales Rückgeld  (ok, kann Zufall gewesen sein).

3. In Frankreich gilt auf den Straßen auch Rechtsverkehr, anders als in Deutschland hat man hier aber grundsättzlich immer Vohrfahrt wenn man von rechts kommt – auch im Kreisverkehr. Hält sich nur leider niemand dran. Chaos vorprogrammiert. Defensives, voraussschauendes Fahren? Kennen die hier nicht. Wir haben uns in der Woche wirklich mehrmals gefragt wie so manch einer seinen Führerschein bekommen hat. Und wenn die Fußgängerampel grün zeigt, heißt das auch nicht automatisch, dass man losgehen kann; lieber nochmal links und rechts schauen und während des Gehens nochmal. Über rot gehen ist manchmal sicherer.

4. Fragt man die Franzosen ob sie englisch sprechen, nehmen sie das wahr wie eine Beleidung. Dann können und wollen sie kein Englisch sprechen. Auch nicht im Lafayette. Auch nicht wenn man sich für eine 800€- Tasche interessiert. Am besten ist man plappert gleich auf englisch los, oder stottert sich einen auf französisch ab. Wenn sie merken, dass du eigentlich kein französisch sprichst, dich aber wenigstens bemühst, dann antworten sie dir sogar auf englisch. Ja, da ist System dahinter. Nicht. Auch gar nicht durchschaubar. Achja. Und niemals verraten, dass man aus Deutschland kommt – dann kann so mancher Franzose nicht mal mehr französisch sprechen. So, und diesen Abschnitt bitte mit Humor nehmen, das war natürlich etwas überspitzt.

5. Fünfter und vorerst letzter Insider Tipp: Wann immer ihr in Paris eine öffentliche Toilette seht, nutzt sie. Toiletten sind absolute Mangelware. Es gibt in der Stadt verteilt grüne, ovale, öffentliche Toilettenhäuschen mit chemischer Selbstreinigung. Diese Dinger sind Gold wert und sauberer als so manche Restaurant-Toilette. Huscht nur nicht direkt nach eurem Vorgänger rein – nach jedem Gebrauch reinigt sich das Häuschen chemisch selbst und wer dann nicht abwarten konnte, der bekommt eine gratis Dusche. (Außen an den Kabinen wird durch ein LED-System angezeigt in welchem Status sich die Toilette befindet). Wer mal keine öffentliche Toilette findet, kann auch mal bei einem Restaurant nachfragen – das wird manchmal aber 5€ kosten und da ist es dann günstiger wenn man sich einfach kurz setzt, einen Espresso für 1,50€ trinkt und als Gast die Toilette benutzt. An der Theke ist es übrigens am günstigsten (Bsp. Kaffee 1,50€) , draußen am teuersten (Bsp. Kaffee 4,50€).

Habt ihr weitere Insider Tipps? Schreibt sie gerne in die Kommentare unten – Ich werde die Liste auch noch erweitern wenn mir noch was einfällt.

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Eine Antwort zu “Paris: Insider Tipps

  1. Tolle Tipps ;-)
    Ja die öffentlichen Toilettenhäuschen sind schon traumhaft. Habe nicht schlecht gestaunt wie futuristisch die innen aussehen. Mir gefällt auch der Radverleih sehr gut in Paris, wobei bei dem Verkehr manchmal sogar ein Fußgänger mehr als gefährlich lebt.
    Die Seitengassencafes nicht unterschätzen, sind so urig und weit billiger! Zudem muss man sich das Blumeneis von Amorino und die Baguettes von Pauls sind auch unschlagbar lecker.
    LG Tanja

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