Montagsgedanken … Grüß doch mal!

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Vor ein paar Jahren fing es an. Ich hatte absolut gar keinen Überblick mehr woher ich wen kannte, wo ich jemanden einordnen sollte (Blog, Nachbar, Job, Nebenjob 1, Nebenjob 2, …, Nebenjob 5, Bekannte, Schule, …) oder ob ich den Menschen mir gegenüber überhaupt kannte mit dem ich mich grad unterhielt. Liegt zum einen daran, dass ich mir Namen erst nach ewigen Monaten merken kann, sich visuell was einprägen auch absolut nicht meine Stärke ist und ich ohne Brille ein Maulwurf bin. Irgendwann habe ich dann einfach angefangen jeden zu begrüßen der mir entgegen kam. So war das früher schließlich grundsätzlich usus erzählte mal meine Oma und so kann mir hinterher wenigstens keiner sagen, dass ich unhöflich bin. Wenigstens ein Lächeln und Kopfnicken schenke ich meinem Gehweggegenverkehr. Manchmal ernte ich erschrockene Blicke, manchmal ein Gemurmel wie „Gott was hat die denn?!“ und manchmal gibt’s nen netten Gruß zurück (wo ich dann erschrocken reagiere und mich frage, ob ich wieder jemanden nicht erkannt habe… weil, wer grüßt denn heute schon noch? )
Ja. Warum grüßt man heute denn eigentlich nicht mehr? Wollen wir nicht, oder macht man es schlichtweg nicht mehr? Bin ich etwa unhöflich wenn ich grüße? Muss ich erst überlegen wie mein Grüßen bei meinem Gegenüber ankommt bevor ich ihn mit meinem Gruß aus seiner Gedankenwelt zurück hole in die Realität?  Oder sollte ich es lieber lassen? Dann droht wieder der Anruf meiner Mutter die mich fragt ob ich denn Tomaten auf den Augen habe, warum ich denn die Rosa nicht gergrüßt habe die ja schließlich vor 20 Jahren mal auf mich aufgepasst hat als ich klein war. Die Rosa, die in den letzten Jahren ja auch nicht älter geworden ist und sich somit auch überhaupt nicht geändert hat und die mich im Übrigen auch nicht gegrüßt hat. „Ja, aber schließlich muss ja auch der Jüngere zuerst grüßen“ würde sie mir dann wahrscheinlich antworten. Ach Scheiße. Ist schon lange vorbei mit diesen ganzen Regeln wie „der jüngere grüßt zuerst“,  „wenn man den Raum betritt nennt man die Tageszeit“. Das ist aus dem selben Zeitalter wie „fremde Männer halten einer Frau die Tür auf“. Aber das nehme ich mir mal an einem anderen Montag vor.

Wie macht ihr das denn? Ich freu mich auf eure Kommentare!

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2 Antworten zu “Montagsgedanken … Grüß doch mal!

  1. Andere zu Grüssen, ist einfach eine nette Geste dem anderen gegenüber, das man ihn wahrgenommen hat. Im näheren Umfeld, also der Stadt wo man wohnt und Nachbarschaft, sieht man den einen oder anderen ja schon mal öfter. Ich grüße auch fast jeden, der mir entgegenkommt und mich ansieht, bekam meist einen netten Gruß zurück.

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